5 Zeichen, dass du zuwenig isst

20 November 2020
Marion Essletzbichler

Leider kommt es in unserer Welt immer mehr zu Extremen. Das Zuviel-Essen ist weitläufig bekannt, ständiges restriktives Essverhalten taucht aber immer häufiger auf. Ich war früher definitiv auch davon betroffen, mich zu kasteien, ständig zu wenig zu essen um das Gewicht zu halten. Heute weiß ich, das ist der falsche Weg. Bist du eventuell auch davon betroffen? Es müssen nicht alle 5 Zeichen auftreten, oft ist es allerdings eine Kombination die du früher oder später spüren wirst, wenn du ständig zu wenig isst. Außerdem: zu wenig Kohlenhydrate bedeutet oft ein negativ beeinträchtigtes Immunsystem aufgrund erhöhten Cortisolspiegel - genau das wollen wir im derzeitigen 2. Lockdown unbedingt vermeiden. Jetzt ist nicht die Zeit von Diäten!

  1. Du nimmst nicht ab, egal wie streng du zu dir bist:  Ein ständiges Kaloriendefizit im Zusammenhang mit großen Trainingsumfängen ist ein Signal für den Körper, dass eine Notsituation herrscht. Unser Körper muss daher einsparen, und versucht alles, um eine Balance aufrecht zu erhalten. Wie macht er das? Er schraubt die Köpertermperatur hinunter, es kommt zu hormonellen Veränderungen (Geschlechtshormone, Schilddrüsenhormone und Stresshormone) die eine Gewichtsreduktion trotz aller Anstrengungen unmöglich machen. 
  2. Haarausfall:  Das ist eines der ersten Zeichen einer Unterversorgung. Niedrige Geschlechtshormon-Werte und Schilddrüsenwerte verschlechtern dieses Bild.  
  3. Du frierst bzw. dir ist schnell kalt: Niedrige Energiezufuhr führt zu einer niedrigeren Körpertemperatur. Unser Stoffwechsel benötigt aber Energie um Wärme zu produzieren - er spart einfach ein. Dauerhaft zu niedrige Energiezufuhr führt zu Störungen der Schilddrüsenfunktion und der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenachse. 
  4. Du hast Verstopfung:  Eine langfristige niedrige Energiezufuhr führt zur Verschlechterung der Schilddrüsenhormonproduktion, die auch die Peristaltik des Darms bestimmt. T3 - das aktive Schilddrüsenhormon ist bei chronischem Kaloriendefizit reduziert und somit verlangsamt sich die Darmtätigkeit und führt so zu Verstopfung die durch mehr Ballaststoff - Essen nur noch verschlimmert wird, egal wie viel getrunken wird. 
  5. Du kannst nicht Ein- oder Durchschlafen: Wenn zu wenig gegessen wird, hat die Leber nur verringerte Glykogenspeicher aufgebaut, die aber wichtig für die Blutzuckerstabilisierung in der Nacht sind. Wenn der Blutzucker zu niedrig ist und keine Speicher verfügbar sind, müssen vom Körper Stresshormone gebildet werden um den Blutzucker wieder zu erhöhen. Diese Stresshormone lassen uns dann aber nicht ein- bzw. durchschlafen. 

Wenn du dir nicht sicher bist, wie viel Energie du benötigst und wie du essen sollst, melde dich für ein persönliches Gespräch!